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ich_sehe_alles Ich sehe alles (Roman, 2016)

Eine junge Frau versucht in der Fremde als Aupair einen Neuanfang. Doch die neue Stadt stößt sie ab, die Menschen bleiben ihr fremd, und Tabea, das ihr anvertraute Kind, weigert sich zu essen. Seltsam nur, dass Tabeas Eltern darin kein Problem sehen. Seltsam auch, dass keine Nachricht von ihrem Freund eintrifft, der in Deutschland geblieben ist. Vielleicht meldet er sich, wenn Tabea endlich isst? In Katharina Bendixens Romandebüt bestimmen Wahn und Illusion immer mehr die Handlungsweise der Protagonistin. Doch nicht nur das Leben der jungen Frau gerät aus den Fugen, auch in der fremden Stadt verhält sich nichts so, wie es zunächst schien. Mit erzählerischer Präzision zeigt der Roman, wie existenzielle Konflikte die Wahrnehmung verändern – wie sie beeinflussen, was wir sehen. Mehr …

 

Gern, wenn du willst. Erzählungen

Gern, wenn du willst (Erzählungen, 2012)

Mit leisen unaufdringlichen Tönen und einer Zärtlichkeit für die Figuren spüren die Erzählungen der Abgründigkeit menschlicher Existenz nach. Dabei bricht oftmals das Magische in den Alltag ein und verleiht den streng geformten Texten eine poetische Intensität. Ein Paar, das sich entfremdet hat, spricht nur noch in Floskeln, eine junge Frau muss auf der Beerdigung ihrer Mutter lachen, eine andere möchte vor einem Krieg, den es gar nicht gibt, im Wald Schutz suchen. Wenn ganze Städte verschwinden, wenn ein unsichtbares Mädchen in die Umkleidekabine der Protagonistin vordringt oder eine Frau mit Männern aus verschiedenen Lebensabschnitten simultan in ihrer Wohnung lebt, dann sind wir in Katharina Bendixens magischer Welt. Mehr …

 

Der Whiskyflaschenbaum. Erzählungen

Der Whiskyflaschenbaum (Erzählungen, 2009)

Katharina Bendixen beschreibt in ihrem ersten Erzählband beklemmende Alltagssituationen, in denen Vertrautes und Abgründiges nebeneinander stehen. Da wird ein Urlaub in Mittelnorwegen zum Horrorszenario, der Nachwuchs überschwemmt das Familienhaus wie eine Rattenplage, und im Kellerlabyrinth einer anonymen Firma reihen sich Bestattungsräume für die Angestellten. In einer knappen, suggestiven Sprache erzählt dieses Debüt von einer Welt ohne Utopien und von Men­schen, die nichts besitzen, woran sie sich festhalten können, außer am Gerüst der Routine. Mehr …